Ganzheitliche Medizin und Integrative Gastroenterologie

Herzlich willkommen in unserer Privatsprechstunde mit dem Schwerpunkt der Ganzheitlichen Medizin und der Integrativen Gastroenterologie am Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe.

Die Schwerpunkte der Sprechstunde liegen im Bereich der Krankheitsprävention (Check up), der Darmflora bzw. des Mikrobioms, der orthomolekularen Medizin(Vitamine, Mineralien, Spurenelemente), der mitochondrialen Medizin (Mitochondrien=Kraftwerke der Zelle),  der präventiven Medizin, der Umweltmedizin,  der Stressmedizin sowie der Hormone und ganzheitlichen Psychosomatik. 

Schwerpunkte der Sprechstunde:

Wir bieten einen „Check up“ mit Messungen der Vitamine, Spurenelemente und Mineralien an sowie eine Messung von freien Radikalen, die den Körper auf längere Sicht krank machen und zu zahlreichen Erkrankungen (Autoimmunerkrankungen, Krebs uvm.) führen können. Dies ist vorallem sinnvoll bei schweren Erkrankungen in der Familie, um präventiv tätig zu werden oder bei chronischen Stressbelastungen, um frühzeitig Defizite zu korrigieren mit dem Ziel der Abwendung chronischer Erkrankungen. Auch bei bereits eingetretenen Erkrankungen kann durch eine individuelle Diagnostik und Therapie mit komplementären Verfahren in Kombination mit schulmedizinischen Methoden äußerst positive Einflüsse auf den Krankheitsverlauf haben. Im Rahmen eines stat. Aufenthalts hier im Hause ist ein breites Spektrum der schulmedizinischen Abklärung möglich.

Eine Untersuchung der Darmflora bzw. des Mikrobioms  ist vorallem bei chronischen Hauterkrankungen, chronischen Bauchbeschwerden (z.B. „Reizdarmsyndrom“) , bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, bei chronischem Kopfschmerz sowie bei psychischen Erkrankungen sinnvoll („Darm-Hirn Achse“).

Der Darm hat täglich mehr Kontakte mit der Außenwelt als unser Körper im ganzen Leben. Die Zahl der wissenschaftlichen Publikationen, die die Wichtigkeit der Darmflora bzw. des Mikrobioms untermaueren, nimmt rasant zu.  Eine Störung der Darmflora hat Auswirkung auf den gesamten Körper und das gesamte Wohlbefinden und kann zu verschiedenen systemischen Erkrankungen beitragen (und ggf. sogar auslösen). Viele Autoimmunerkrankungen stehen mit einer gestörten Darmflora und einer durchlässigen Darmschleimhaut („Leaky Gut Syndrom“) in Verbindung.

Wir haben 2 Möglichkeiten zur Untersuchung der Darmflora:

Die am häufigsten genutzte  Darmflorauntersuchung ist die mikrobiologische Untersuchung mit Anzüchtung der Darmbakterien auf Nährmedien. 

Die modernere (und kostenaufwändigere) Methode ist die Mikrobiomanalyse. Hierbei wird die Erbsubstanz der Bakterien untersucht. Die Untersuchung bildet ein größeres Spektrum der Darmkeime ab und erlaubt auch interessante Zusatzaussagen über die sogenannten schützenden „Butyratbildner”. 

Die akute Stressreaktion dient uns seit Beginn der Menschheit dazu bei Gefahr  gewappnet zu sein, um uns entweder zu verteidigen bzw. zu kämpfen oder zu flüchten. 

Dafür schüttet der Körper hohe Dosen von bestimmten Hormonen aus  (u.a. Katcholamine, Glukokortikoide) , um die hierfür erforderlichen Prozesse im Körper einzuleiten. Dieselben Hormonspitzen schütten wir aber auch bei emotionalen Belastungen (z.B. bei Angst oder Panik), bei unkontrollierter Gedankenflut, bei hohen Leistungsanforderung, bei Zeitdruck, Sorgen und zwischenmenschlichen Problemen aus,  ohne dass wir um unserer Leben fürchten müssen.   Auf eine langanhaltende Stressexpostion, welche immer mit negativen Reaktionen im Körper einhergeht (Sympatikotonus, Inflammation),  reagieren Menschen unterschiedlich. Einige tolererieren diese länger gut als Andere. Dies hängt auch mit genetischen Faktoren zusammen (z.B. COMT Polymorphismus u.a.). Die Genetik des „Stresssystems“ können wir im Rahmen einer Untersuchung analysieren und hieraus entsprechende individuelle Empfehlungen für Sie ableiten.  Folgen einer chronischen Stressbelastung sind chronische Beschwerden  (z.B. Tinnitus, chronische Müdigkeits- und Erschöpfungszustände, Infektanfälligkeit, Burn Out, Depression uvm.). 

Ebenso führt die chronische Stressbelastung  zu einem Verbrauch von Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Neben der Ursachenbehandlung ist daher fast immer eine orthomolekulare Therapie notwendig, um die aufgebrauchten Reserven aufzufüllen. Eine psychosomatische Unterstützung sowie eine Teilnahme an Stressbewältigungsprogrammen (z.B. MBSR nach Prof. Kabat-Zinn) sind kausale Möglichkeiten, um an den Ursachen zu arbeiten bzw. Bewältigungsmechanismen zu erarbeiten.

Eine häufige  Folge einer chronischen Stressbelastung ist  eine „funktionelle Nebennierenrindenschwäche“, welche mithilfe entsprechender Labortests (Hormontagesprofile aus dem Speichel, Urinmessungen) diagnostiziert werden kann. Die „ funktionelle Nebennierenrindenschwäche“ führt zu chronischer Müdigkeit, Erschöpfungszuständen bis hin zum „Burn Out“.

Desweiteren können chronische Stressbelastungen alle Körperfunktion und Hormonsysteme stören und in Ihrer Funktion beeinträchtigen.  Zusammenfassend werden die Auswirkungen einer chronischen Stressexposition auf den Menschen unterschätzt und „negativer“ Stress schädigt auf Dauer den gesamten Organismus.

Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen und in allen Zellen enthalten. Besonders viele Mitochondrien befinden sich in Zellen mit hohem Energieverbrauch; das sind unter anderem Muskelzellen, Nervenzellen, Sinneszellen und Eizellen. In Herzmuskelzellen erreicht der Volumenanteil von Mitochondrien 36%.  Sie produzieren Adenosintriphosphat (ATP), welches dem Körper als Energie für die Aufrechterhaltung der normalen Funktion dient.

Die Mitochondrien werden von der Mutter auf Ihre Nachkommen vererbt. Die Mitochondrien haben ein eigenes Erbgut, was sich aber im Gegensatz zu unserem Erbgut nicht selbst reparieren kann. Daher sind sie empfindlicher gegenüber schädlichen Einwirkungen (oxidativer Stress, nitrosativer Stress u.a.). 

Eine Störungen der Mitochondrienfunktion und daraus resultierender ATP Verminderung kann zur Entwicklung zahlreicher Erkrankungen beitragen. Störungen der Mitochondrienfunktion  äußeren sich mannigfaltig, häufig  durch deutliche Leistungseinbrüche, chronische Erschöpfungszustande, einer Gewichtszunahme trotz verminderter Kalorienaufnahme und rezidivierender Infekte.

Ursachen einer gestörten Mitochondrienfunktion sind oxidativer Stress  bzw. nitrosativer Stress, gestörte Entgiftungsfunktionen des Körpers, unterschiedliche Schwermetallbelastungen z.B. eine Amalgambelastung,  psychischer Stress , Traumata, Depressionen , Vitamin – und Nährstoffmängelzustände, eine gestörte Darmflora / Dysbiose, Elektrosmog u.a.;

Therapeutisch zielt man darauf ab, die Ursache für die gestörte Mitochondrienfunktion zu detektieren und diese zu beheben.

Unsere Umwelt hat einen großen und relevanten Einfluss auf unsere Gesundheit. Das Wasser, welches wir trinken, das Essen, welches wir essen und die Luft, die wir atmen beeinflussen unsere Gesundheit.

Wir leben in einer industrialisierten Gesellschaft  und sind regelmäßig Schadstoffen, Xenobiotika, Elektrosmog und Ähnlichem ausgesetzt ohne das wir diese aktiv bemerken .  Daher ist es sinnvoll bei chronischen Beschwerden bzw. Krankheiten ohne guten Erklärungsansatz auch umweltmedizisch diagnostisch tätig zu werden.

Unser Immunsystem ist entwicklungsgeschichtlich sehr alt, daher erkennt es viele dieser Umwelttoxine  nicht. Die einzige Form wie unser Körper und unser Immunsystem auf diese Umwelteinflüsse reagieren kann, ist in Form einer Entzündung. Diese langsam vor sich hinschwellende Entzündung, auch "silent inflammation" genannt, führt zu zahlreichen chronischen Erkrankungen bzw. beschleunigt den Krankheitsverlauf.

Anhand einer ausführlichen Anamnese (Freizeit, Arbeit)  und Umweltmedizinischer Labordiagnostik wird eine Diagnose gestellt . Therapeutisch werden einerseits die belastenden Stoffe, falls möglich, aus dem Körper ausgeleitet und die Folgen der chronischen Entzündung durch Mikronährstoff- und Mitochondrientherapie behandelt.

Hormone steuern viele Vorgänge in unserem Körper und ein einwandfreies Funktionieren dieser ist für unser Wohlbefinden unabdingbar. Leider werden diese reibungslosen Abläufe durch sog. „Endokrine Disruptoren“, auch Xenohormone, Umwelthormone oder hormonaktive Substanzen genannt, gestört bzw. behindert. Diese begegnen uns im heutigen Leben im zum Beispiel im Trinkwasser, in der Nahrung und in der Luft. Hieraus können Gesundheits-schäden entstehen.

Bekannte endokrine Disruptoren:

  • Persistente und bioakkumulierende Halogenide
  • Langlebige organische Schadstoffe 
  • Weichmacher und Additive 
  • Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe 
  • Pestizide, Arzneimittel und Kosmetika
  • Metalle und Organometalle (z. B. Arsen, Cadmium, Blei, Quecksilber, Methylquecksilber, Tributylzinnhydrid, Triphenylzinn)

Schwerpunkte sind Störungen der Schilddrüse, der Geschlechtshormone sowie der Neuro-  bzw. Stresshormone. Bei komplexeren Störungen ist die Mitbehandlung durch einen Endokrinologen (Hormonspezialisten) sinnvoll.

Informationen zur Sprechstunde:

  • Atemteste (Lactoseintoleranz, Fruktosemalabsorption, bakterielle Überwucherung des Dünndarms/SIBO, Magenentleerung, Pankreas- und Leberfunktion)
  • Abklärung von Schwermetallbelastungen (DMPS Test)
  • Amalgamaustestung
  • Darmfloraanalyse
  • Freie Radikale messen (Oxidativer Stress)
  • Ganzheitliche Psychosomatik
  • Hormonstatus
  • Immundiagnostik
  • Labordiagnostik 
  • Mineralstoffanalyse
  • Nahrungsmittelallergie- und -unverträglichkeitsdiagnostik
  • Stresshormonanalyse
  • Stuhldiagnostik
  • Ultraschall des Bauchraumes
  • Ultraschall der Schilddrüse
  • Ultraschall der Blutgefäße
  • Vitamin- und Vitalstoffanalyse
  • Vorsorge-  und Gesundheitscheck

Die Diagnostik kann auch mit einem stat. Aufenthalt im EVK Hagen Haspe ergänzt werden. Während des Aufenthalts kann je nach Indikation das volle Spektrum der schulmedizinischen Abklärung erfolgen.

Im Rahmen eines multidisziplinären Konzepts erfolgt auch eine Kooperation mit verschiedenen Medizinern und Partnern:

Dr. med. Bernd Strebel
Funktionsabteilung Psychosomatik
Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe
Brusebrinkstr. 20
58135 Hagen
 

Dr. med. Marc Borchert
Arztpraxis Borchert
Teichstr. 7
58285 Gevelsberg
 

Ernährungsberatung und Ernährungstherapie
Birkenhain 1a
58093 Hagen
 

GANZIMMUN Diagnostics AG
Hans-Böckler-Str. 109-111
 

DNA nutri Control
Genetisches Labor
Saalachstr. 92
5020 Sazburg, Austria
 

IFPO - Institut für praktische Osteopathie
HP Stefan Mühlmann D.O.S.O.M.
Meinolphusstr. 10
44789 Bochum

Terminvereinbarung:

Wenn Sie zu uns kommen möchten, schreiben Sie bitte eine Email an  Rohrer@remove-this.evk-haspe.de  mit einer kurzen (!) Schilderung Ihrer gesundheitlichen Beschwerden oder Ihres Anliegens sowie ggf.Namen bzw. Funktion Ihres Empfehlers. Weitere Informationen zur Terminvergabe und zum persönlichen Kontakt finden Sie hier.

Ablauf der Sprechstunde:

Die Sprechstunde findet im ehemaligen Verwaltungsgebäude im Sekretariat für Innere Medizin (Chefarzt PD Dr. BA Menge) auf dem Gelände des evangelischen Krankenhauses Hagen Hapse statt. Der Weg ist ausgeschildert. Parken können Sie auf den kostenpflichtigen Parkplätzen des Krankenhauses oder in der Umgebung. Falls Sie Hilfe bzgl. des Weges benötigen fragen Sie bitte am Haupteingang nach.

Die Sprechstunde findet jeweils am Nachmittag statt. Nach Terminvereinbarung erfolgt die Zusendung unseres Anamnesebogens. Diesen füllen Sie bitte aus. 

Im Rahmen eines meist einstündigen Erstgesprächs erfolgt eine ausführliche Anamnese und Aufarbeitung der Beschwerden unter Berücksichtigung von ggf. bereits vorliegenden Vorbefunden (diese bitte falls vorhanden zum Termin  mitbringen). Im Rahmen des Erstgesprächs wird Ihnen dargelegt, welche Diagnostik wir als sinnvoll erachten würden und welche Kosten damit verbunden sind (externe Laborkosten und Sprechstundenkosten). Das Erstgespräch ist kostenpflichtig. 

Nach dem Ersttermin wird bei Notwendigkeit ein Blutentnahmetermin (vormittags) vereinbart. Die Blutröhrchen werden im Anschluss von Kurierdiensten abgeholt, für die Analysen müssen diese für bestimmte Parameter innerhalb von 24 Stunden im Partnerlabor eintreffen. 

Ebenso geben wir Ihnen je nach Notwendigkeit vorgefertigte Testsets mit (Urintestset, Stuhltestset u.a.); Beigelegt ist diesen eine ausführliche Beschreibung zur Durchführung. Nachdem Sie die Proben selbst abgenommen haben werfen Sie diese mit der vorgefertigten Versandtasche einfach bei der Post o.ä. ein. 

Nach Erhalt der Laborwerte wird ein zweiter Gesprächstermin vereinbart mit Besprechung der Werte und Erstellung eines individuellen Therapieplans. Das weitere Procedere richtet sich nach Ihnen bzw. den Beschwerden und des Beratungsbedarfs.

Kosten:

Die Kosten müssen gesetzlich versicherte Patienten selbst bezahlen. Private Krankenversicherungen und Beihilfestellen übernehmen in der Regel die Kosten für eine Behandlung, die wir nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abrechnen, voll oder zumindest teilweise.  Einige private Zusatzversicherungen übernehmen die Behandlungskosten ebenso. Vor Beginn der Behandlung wird Ihnen nach Terminvereinbarung unser Behandlungsvertrag per Post zugeschickt.