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Alles gestrichen, alles gegeben: Rolf Klinkmann geht in den Ruhestand

Im Ev. Krankenhaus Haspe hat Rolf Klinkmann im wahrsten Sinne des Wortes Spuren hinterlassen: Jedes Patientenzimmer, jeden Behandlungsraum und jedes Büro hat der Maler während seiner 35-jährigen Dienstzeit am Mops gestrichen – und das mehrfach. Bei einer kleinen Feier hat er sich von seinen Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

„1991 war mein Jahr“, sagt Rolf Klinkmann rückblickend. Es war das Jahr, in dem er geheiratet hat, sein Sohn zur Welt kam – und er als Handwerker am Mops angestellt wurde. „Ich habe keinen Tag bereut“, betont der 65-Jährige, der es auf stattliche 46 Arbeitsjahre bringt. Vor seiner Zeit im Krankenhaus Haspe hatte er elf Jahre lang in einem privaten Betrieb gearbeitet.

Am Mops hat Rolf Klinkmann besonders das kollegiale Miteinander im Handwerker-Team geschätzt. Der Pausenraum mit den Kleiderspinden war dafür ein fester Treffpunkt. An der Wand hängt nicht nur ein Schild mit der Aufschrift „Jeder Vegetarier besteht aus Fleisch“, sondern auch ein großes eingerahmtes Foto von der früheren Krankenhaus-Fußballmannschaft. Auf dem ist auch der linke Verteidiger Rolf Klinkmann zu sehen. Als eingefleischter Bayern-Fan benutzte er am Mops immer eine Kaffeetasse mit dem entsprechenden Vereinslogo – und die lieben Kollegen haben ihm die Tasse zusätzlich mit einem BVB-Spruch „verziert“.

Rolf Klinkmann hat weit über sein Gewerk hinaus angepackt: Neben den Malerarbeiten unterstützte er das Team auch bei vielen anderen handwerklichen Aufgaben, etwa beim Verlegen von Böden. Auch im Alltag der Klinik war er ein verlässlicher Ansprechpartner. Den Menschen auf den Fluren begegnete er stets freundlich und hilfsbereit. Wer sich im weitläufigen Gebäude einmal nicht zurechtfand, konnte sich auf ihn verlassen – Rolf Klinkmann nahm sich Zeit und zeigte gerne den richtigen Weg.


Der gebürtige Hasper ist Witwer und schlägt im Ruhestand ein neues Kapitel auf: Er zieht zu seinem Sohn an die Nordsee, nach Jever. Ganz ruhig wird es dort aber sicher nicht werden. In seiner Freizeit ist er kreativ tätig – er baut liebevoll Weihnachtskrippen, kunstvolle Lichterbögen für Fensterbänke und fertigt aus alten Weinkisten stimmungsvolle Laternen.


Foto: Abschied im Kreis der Handwerker-Kollegen am Mops: Rolf Klinkmann (vorne 3. von rechts) geht nach 35 Jahren Dienst am Mops in den Ruhestand.