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18:00 Uhr - 19:00 Uhr

Patientenforum "Schlaganfall durch Herzerkrankungen"

 


„Schlaganfall durch Herzerkrankungen“, so lautet das Thema beim nächsten Patientenforum am kommenden Dienstag, 18. September, um 18.00 Uhr im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, Brusebrinkstraße 20. Referent ist Priv.-Doz. Dr. Kaffer Kara, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie und Internistische Intensivmedizin am Mops. Er erläutert die Zusammenhänge zwischen den beiden Erkrankungen und stellt neue Therapieformen vor. 
Fast jeder Mensch hat im Laufe seines Lebens mit Herzrhythmusstörungen zu tun. Viele reagieren mit Sorgen und Ängsten auf den unregelmäßigen Herzschlag. Herzrhythmusstörungen können harmlos, weniger harmlos oder lebensbedrohlich sein. „Die Grenze zwischen einer normalen und krankhaften Herzrhythmusstörung ist fließend und gleichzeitig gefährlich“, sagt Dr. Kara. „Dies frühzeitig zu erkennen und exakt einzuordnen ist wesentlich.“

Die häufigste Herzrhythmusstörung ist Vorhofflimmern. Daran leiden allein in Deutschland etwa eine Million Menschen. „Durch das Flimmern ziehen sich die Herzvorhöfe nicht mehr regelmäßig zusammen. So können sich Blutgerinnsel bilden, die vom Blutstrom fortgeschwemmt werden und Hirngefäße verschließen“, so der Kardiologe. Ein Schlaganfall sei die Folge. Da Vorhofflimmern bei der Hälfte aller Patienten ohne Beschwerden auftritt, merken viele Betroffene es nicht. Unbehandelt sind diese Menschen schutzlos dem Schlaganfall ausgesetzt. 
Etwa 30.000 Schlaganfälle entstehen jährlich durch Vorhofflimmern. In der Regel wird das Blut verdünnt, damit keine Gerinnsel entstehen. Hier gibt es neue Möglichkeiten für Patienten, die keine Blutverdünner einnehmen können. Es gibt aber auch Patienten, die einen Schlaganfall bekommen, bei denen man als Ursache ein kleines Loch im Herzen vermutet. Diese angeborenen Löcher kann man mit einer Katheteruntersuchung behandeln.

Der Referent erläutert die neuesten Entwicklungen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen wie den Ereignisrekorder, neue Rhythmusmedikamente, Katheter-Techniken und implantierte Defibrillatoren. Dr. Kara: „Ganz wichtig ist aber auch, Grunderkrankungen wie den Bluthochdruck zu behandeln.“ Die meisten Herzrhythmusstörungen seien Folge einer Herzkrankheit wie Bluthochdruck, Herzklappenfehler oder eine koronare Herzkrankheit sowie anderer Krankheiten wie Schilddrüsenüberfunktion. „Deshalb ist die beste Strategie, die Faktoren auszuschalten, die die Herzrhythmusstörung begünstigen und gleichzeitig die verursachenden Grundkrankheiten zu behandeln“, so der Chefarzt vom Mops. 

Der Vortrag ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter 0 23 31/ 476 2451.