Ein erster Geburtstagsgruß

Sehr geehrte Damen und Herren,

was unsere Familie mit dem Mops verbindet? Vieles.

Das Krankenhaus wurde 1963/64 neu gebaut. Mein Mann war damals Kreisbereitschafts-führer des Deutschen Roten Kreuzes und Herr Dr. Wagner, damals ärztl. Direktor, besprach mit meinem Mann den Umzug vom alten ins neue Haus, der am 18.1.1964 von statten gehen sollte. Mit den Wagen des DRK wurden all die Patienten, die nicht selbst gehen konnten, hinüber gebracht.

Als ich einen Gynäkologen aufsuchen musste, ging ich zu Dr. Wagner. Mit seiner Hilfe brachte ich unser erstes Kind, unsere Tochter Anja, im Mai 1967 auf dem Mops zur Welt. Es war Pfingsten. Herr Dr. Wagner wurde nachts 3 Uhr hinzu gerufen. Er brachte einen anderen Arzt mit. Unsere Anja wurde mit der Saugglocke geholt. Gleichzeitig fiel der Besucher-Arzt ohnmächtig rückwärts in die dort stehenden Babybettchen. „Amtsarzt“, sagte Dr. Wagner abfällig.

Im Februar 1970 wurde unser zweites Kind, unser Sohn Wilko, auf dem Mops geboren. Beide Kinder haben nun in ihrer Geburtsurkunde „Hagen-Haspe“ stehen, genauso wie ihr Vater, der im Jahr 1935 auf dem Mops geboren wurde.

Als Rentner fahren wir gern mit dem Wohnmobil durch Europa. 2001 bekam ich auf einer Fahrt in Norwegen starke Schmerzen im Bauch. Gott sei Dank in Trondheim, dort gab es ein hervorragendes Universitätskrankenhaus. Man behandelte mich zunächst auf Gallensteine, die man auf dem Schirm gesehen hatte. Die waren es aber nicht. Nach drei Tagen, mir ging es immer schlechter, stellte man im MRT fest, dass mein Blinddarm geplatzt war. Schnelle Hilfe tat Not. Ich war den dortigen Ärzten und Schwestern sehr dankbar, aber ich hatte eine große Sehnsucht nach Hause. Sobald ich transportfähig war, holte mich der ADAC in Trondheim ab und regelte alles. Wir flogen bis Düsseldorf, dort stand der Krankenwagen schon auf dem Rollfeld. Man fuhr mich in das Krankenhaus meiner Wahl - ins Mops. Dort sorgte Herr Dr. Hein für meine weitere medizinische Versorgung. Das Evang. Krankenhaus Haspe war mir vertraut. Ich fühlte mich wieder zu Hause.

Da das Krankenhaus Haspe das Krankenhaus meines Vertrauens ist, ging ich auch zu Herrn Dr. Queckenstedt - nicht ohne mich vorher auch über andere Operateure zu informieren. Im Mai 2009 bekam ich bei ihm ein neues Knie. Es funktioniert wunderbar und hoffentlich noch recht lange.

Im Herbst 2012 bekam ich ambulant unter CT Spritzen in den Rücken. Bei der 6. Spritze sagte ich in der Radiologie so nebenbei: „Kann meine Luftnot eine Folge der Spritzen sein?“ Die Schwester sah mich an und sagte: „Kann es sein, dass Sie eine Lungenembolie haben?“ Sie informierte die Ärztin. Sofort begleitete man mich zur Notaufnahme und die Dinge nahmen ihren Lauf. Herr Dr. Lüsebrink gab sich alle Mühe, mir zu erklären, was eine Lungenembolie bedeutet. Ich fühlte mich bei ihm und in seiner Abteilung gut aufgehoben, „denn der kranke Mensch ist besonders empfindsam für den Grad der menschlichen Wärme, mit dem ihm begegnet wird.“

Als ich Ihre Anzeige in der Zeitung las, dachte ich mir: Schreib über deine Aufenthalte im Evang. Krankenhaus Haspe; es beschreibt ein Stück Dankbarkeit.

Mit freundlichen Grüßen

Annegret Oestereich