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Damit das Herz wieder im Takt schlägt

Die Ursachen, Risiken und Therapiemöglichkeiten von Vorhofflimmern waren Thema beim Patientenforum. Zum Vortrag von Priv.-Doz. Dr. med. Erol Saygili, Leiter der Sektion Elektrophysiologie am Mops, kamen über 80 Gäste.

Die Kardiologie am Hasper Krankenhaus unter Leitung von Chefarzt Priv.-Doz. Dr. med. Kaffer Kara verfügt seit einem Jahr über die Spezialabteilung, die sich im Besonderen um Herzrhythmusstörungen kümmert. In der Elektrophysiologie werden Herzrhythmusstörungen, wie z. B. ein zu schneller und unregelmäßiger Herzschlag, wie sie im Rahmen des Vorhofflimmerns auftreten, durch die sog. Katheter-Ablation behandelt. Dabei werden die Stellen im Herzen, die die Rhythmusstörung aufrechterhalten, mit Hochfrequenzenergie oder mit Kälteenergie dauerhaft verödet. „Sehr häufig ist mit dem Eingriff eine Heilung der Rhythmusstörung möglich, sodass die Patienten anschließend nicht mehr auf Medikamente angewiesen sind“, erklärt Dr. Saygili.

Für solche Eingriffe nutzt das Krankenhaus am Mops eine Elektrophysiologie-Anlage der neuesten Generation. Sie ermöglicht ein 3-D-Mappingverfahren. „Wir können in einem Schritt eine ‚3D-Landkarte‘ des Herzens aufnehmen und zeitgleich Narbengewebe besser darstellen“, berichtet Dr. Saygili. „Mit Hilfe der neuen Technik navigieren wir millimetergenau durch die Herzhöhlen, um den Ursprung von Herzrhythmusstörungen aufzusuchen und durch Verödung (Ablation) zu behandeln. Dabei wird die Strahlenbelastung für Patient und Untersucher auf ein Minimum reduziert.“