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Höchste Kompetenz im Adipositas-Zentrum am Ev. Krankenhaus Haspe

Höchste Kompetenz im Adipositas-Zentrum am Ev. Krankenhaus Haspe
Adipositas-Zentrum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe
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Das Adipositas-Zentrum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe ist in Hagen und im Sauerland das einzige Zentrum, das von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein und Viszeralchirurgie (DGAV) als „Kompetenzzentrum für Adipositaschirurgie“ zertifiziert wurde. Dr. Claas Brockschmidt, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie am Mops, bietet mit einem interdisziplinären Team ganzheitliche Hilfe für Menschen mit krankhafter Fettleibigkeit. 
Im Hasper Krankenhaus besteht das Team des zertifizierten Adipositas-Zentrums aus drei spezialisierten Fachärzten für Adipositas-Chirurgie, einer Abteilung für Plastische Chirurgie, einem Expertenteam für Diabetes, Hypertonie, Herz- und Gelenkserkrankungen, Ökotrophologie (Ernährungsberatung), einem spezialisiertem Psychiater, examinierte Pflegekräfte und Physiotherapeuten und weiteren Experten. 

„Am wichtigsten jedoch ist, dass 365 Tage im Jahr 24 Stunden am Tag ein spezialisierter Facharzt für Adipositas-Chirurgie in Hagen-Haspe vor Ort ist“, betont Chefarzt Dr. Brockschmidt. „Denn das größte Risiko für den Patienten ist nicht die Operation, sondern die Gefahr einer späteren Komplikation, die zu Hause auftritt. Kurze Wege und schnelle kompetente Hilfe vor Ort können schwerwiegende Schädigung verhindern.“ Laut den „S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen“, die unter anderem von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft erstellt wurden, ist für die Nachsorge eine besondere Sorgfalt nötig. Dazu gehören zum Beispiel die Anpassung  der Medikation bei Begleiterkrankungen, das Screening psychischer Erkrankungen sowie das Erkennen von Komplikationen und die Einleitung entsprechender Interventionen.

(Quelle: Seite 116, S3-Leitlinie: Chirurgie der Adipositas und metabolischer Erkrankungen, www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/088-001l_S3_Chirurgie-Adipositas-metabolische-Erkrankugen_2018-02.pdf )

Im Adipositas-Zentrum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe werden im Jahr ca. 400 Operationen an schwer adipösen Patienten durchgeführt. Rund 200 dieser Eingriffe sind rein adipositaschirurgische Eingriffe, die den Magen verkleinern. Die anderen etwa 200 OPs sind z.B. Blinddarmoperation, größere Operationen am Darm oder Leistenbrüche, die bei schwer adipösen Menschen auch besondere Risiken bergen und besondere OP-Verfahren und OP-Ausstattung erfordern.

Mehr als 2000 Patientenkontakte hatte das Adipositas-Zentrum in Haspe bisher in der Sprechstunde. „Die interdisziplinäre Beratung und Behandlung unserer Patientinnen und Patienten ist uns sehr wichtig. Durch die Zertifizierung zeigen wir deutlich, dass wir mit unserer großen Erfahrung für alle Patienten dauerhaft an einem Standort höchste Qualität der Versorgung gewährleisten“, so Chefarzt Dr. Brockschmidt. „Das schafft niemals eine Person allein. Deshalb bin ich stolz, dass bei uns im Mops von der Geschäftsführung bis zum Transportdienst alle Hand in Hand so gut und engagiert zusammengearbeitet haben, um das Zentrum erfolgreich zu etablieren.“
Mit „Adipositas-Chirurgie“ sind chirurgische Eingriffe zur Bekämpfung der krankhaften Fettleibigkeit gemeint. „Eine Operation reduziert nicht automatisch das Gewicht“, betont Dr. Brockschmidt. „Es geht nicht darum, ein Stück des Fettgewebes wegzuoperieren oder abzusaugen, sondern um eine Veränderung des Magen-Darm-Traktes, die einen Gewichtsverlust und nachfolgend Gewichtsstabilität ermöglicht. Top of Form 1
Deshalb kann die Operation nur eingebettet in ein Gesamtkonzept von Diättherapie, Bewegungstherapie, psychologische Beratung und Teilnahme an einer Adipositas-Selbsthilfegruppe erfolgen.“ 
Um stark übergewichtige Menschen auch besonders schonend, d.h. minimalinvasiv operieren zu können, wurden OP-Instrumente für übergewichtige Menschen angeschafft, die besondere Längen und Größen haben. Außerdem gibt es jetzt zwei mobile OP-Tische, die bis zu 370 kg Gewicht tragen können. Hinzu kamen übergroße Möbel auf der Station und in der Ambulanz.
„Krankhaft fettleibige Menschen haben ein sehr langen Leidensweg hinter sich“, weiß der Experte. „Zahlreiche Folgeerkrankungen wie Diabetes oder Gelenkverschleiß machen zusätzlich Probleme. Übrigens: Nach einer Magenverkleinerung bleiben die Patienten lebenslang zur jährlichen Kontrolle im Adipositas-Zentrum im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe.