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Die moderne Hüft-Endoprothese

„Die moderne Hüftendoprothese“, so lautete der Titel des Patientenforums im Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe. Dr. Helmut Queckenstedt, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, berichtete über moderne Operationsmethoden beim Einsatz eines neuen Hüftgelenks. Viele Gäste interessierten sich für das Thema und nutzen die Gelegenheit für persönliche Fragen an den Experten.

"Ein Verschleiß des Hüftgelenks ist schmerzhaft. Gerade im fortgeschrittenen Stadium sind zudem Beweglichkeit und damit auch Lebensqualität erheblich eingeschränkt", so Dr. Queckenstedt. Eine Abnutzung der Gelenke könne bereits in jungen Jahren beginnen, sei also nicht unbedingt ein reines Altersleiden, weiß er aus Erfahrung. Das häufigste Symptom ist ein Schmerz in der Leiste, der ins Knie strahlt. Der Chefarzt betont: "An erster Stelle steht die gründliche Diagnose." Laut Dr. Queckenstedt gehört neben den Röntgen- oder MRT-Bildern unbedingt die gründliche Untersuchung und Befragung des Patienten dazu.Chefarzt Doktor Queckenstedt operiert eine Hüfte

Wir operieren Menschen, keine Röntgenbilder", sagt der Orthopäde. „Nach gründlicher Diagnostik entscheiden wir gemeinsam mit dem Patienten, welche Lösung für ihn geeignet ist“, so Dr. Helmut Queckenstedt. „Ziel des Eingriffs ist immer, die Schmerzen des Patienten zu reduzieren und seine Mobilität wiederherzustellen.“ In dem Vortrag erläuterte der Experte mit anschaulichen Bildern und mitgebrachten Prothesentypen die moderne Operationstechniken und den Ablauf des Genesungsprozesses.

Im Krankenhaus Haspe operieren Chefarzt Dr. Queckenstedt und sein Team in der Regel minimalinvasiv. Das bedeutet es gibt einen kleinen Schnitt, eine maximale Muskel und Gewebeschonung und eine möglist kleine Endoprothese, um möglichst viel Knochenmaterial zu erhalten. Die Dauer der OP liegt zwischen 30 und 70 Minuten. "Schlankere Menschen sind natürlich einfacher zu operieren, als sehr dicke Menschen - daher der Zeitunterschied", erklärt der Chefarzt. In einem kurzen Film konnten die Gäste am Ende des Vortrags genau erleben, wie eine neue Hüfte eingebaut wird.

Chefarzt Doktor Helmut Queckenstedt "

„Durch das Zusammenspiel von gewebeschonenden Operationsverfahren, modernen Narkosetechniken und einer individuellen Schmerztherapie werden unsere Patienten früh mobilisiert“, erklärt der Chefarzt. „Dies ist entscheidend für den Heilungsprozess. Und durch die enge Kooperation mit den anderen Abteilungen im Hause wie der Kardiologie oder der allgemeinen Inneren Medizin sind zum Beispiel auch Patienten mit Herzerkrankungen oder Schrittmacher am Mops in sichern Händen." Nach dem Vortrag nutzten die Zuhörer und Zuhörerinnen die Gelegenheit, ihre individuellen Fragen zu stellen./aN