Erkrankungen und Therapien

Priv.-Doz. Dr. med. Kara ist Spezialist für Herzerkrankungen und deren Früherkennung.

Ab der vierten Schwangerschaftswoche beginnt das menschliche Herz zu schlagen und schlägt dann ca. 100.000 Mal täglich. Dabei pumpt es 5 Liter Blut pro Minute durch den Körper und versorgt alle Organe mit Sauerstoff. In unserem Leben schlägt das Herz insgesamt 4 Milliarden Mal. Fällt das Herz gerademal für 20 Sekunden aus, werden wir schon bewusstlos, weil das Gehirn einen unterbrochenen Blutfluss nicht länger toleriert.

Das Herz ist also der Motor des Lebens und darf, wie kaum ein anderes Organ nicht mal für kurze Zeit ausfallen. Und tatsächlich ist das menschliche Herz auch vergleichbar mit einem Motor, zum Beispiel einem Automotor. Dabei entsprechen die Herzkranzgefäße den Benzinleitungen, die den Motor mit der nötigen Energie versorgen. Und das Herz hat auch – wie bei einem Motor das Gaspedal - einen Taktgeber, der dem Herzen vorgibt, wie oft es in der jeweiligen Situation schlagen soll. Alles diese Strukturen, also der Motor selbst, die Benzinleitungen, der Taktgeber (und natürlich noch weitere) können erkranken.

Sie sehen, das Herz ist ein komplexes Organ mit vielen Strukturen. Unsere Aufgabe ist es, die jeweilige Erkrankung schnell und schonend zu identifizieren und optimal zu behandeln.

Wichtig ist es, Herz- und Kreislauferkrankungen früh zu erkennen und zu behandeln, damit ein weiteres Voranschreiten der Erkrankung und ein dauerhafter Schaden verhindert werden kann. Dazu verwenden wir schonende Maßnahmen wie zum Beispiel Ultraschall. Hiermit können wir u.a. den Herzmuskel und die Herzklappen beurteilen. Außerdem kann man Verkalkungen der Halsschlagadern erkennen, welche auch Rückschlüsse auf den Verkalkungsgrad der Herzkranzgefäße erlauben. Denn Verkalkungen der Herzkranzgefäße sind die Hauptursache für einen akuten Herzinfarkt.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Chefarzt Dr. Kara auch wissenschaftlich mit der Früherkennung von Herzkrankheiten. Dabei erforschte er einen Blutwert, mit dem man Herzerkrankungen erkennen kann, noch bevor der Betroffene selbst etwas davor merkt.

Beim Herzinfarkt ist schnelles Eingreifen erforderlich, denn durch einen Verschluss bzw. Einengung des Gefäßes wird das Herz nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wodurch Teile des Herzen absterben können. Daher ist eine schnelle Wiedereröffnung des betroffenen Gefäßes notwendig.

Dazu führen wir einen sogenannten Herzkatheter durch.

Durch den Arm oder durch die Leiste führen wir einen Katheter zum Herzen, suchen das erkrankte Gefäß auf und öffnen den Verschluss, in dem wir eine Gefäßstütze, einen sog, Stent einsetzen. Der Katheter, den wir verwenden, ist sehr dünn – etwa vergleichbar mit einer Kugelschreibemiene.

Wir haben ein Herzkatheterlabor der neuesten Generation. Mit diesem ist es möglich, die Untersuchung für Sie sehr schonend durchzuführen. Denn mit Hilfe der neuesten Technologie brauchen wir nur sehr wenig Kontrastmittel und auch die Strahlenbelastung ist für Sie sehr gering.

Bei Herzrhythmusstörungen schlägt das Herz nicht mehr im Takt. Dabei gibt es harmlose und gefährlichere Herzrhythmusstörungen. Sehr wichtig ist es, in einem ersten Schritt die Art der Rhythmusstörung zu identifizieren. Anschließend kann man zum Beispiel durch den Einbau eines Herzschrittmachers ein zu langsam schlagendes Herz behandeln. Es gibt aber auch schnelle Herzrhythmusstörungen, wie das sog. Vorhofflimmern, bei denen man zunächst mit Medikamenten behandelt und in einigen Fällen auch eine sog. Verödungstherapie durchführt. Durch unsere neuen Geräte zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen finden wir zunächst heraus, welche Störung vorliegt um dann anschließend die optimale Therapie für Sie zu finden. Dabei beherrschen wir jede Form der Therapie, von der medikamentösen, über die Schrittmacher- bis zur Verödungstherapie.

Wussten Sie, dass in Deutschland die Herzschwäche die häufigste Erkrankung ist, die zu einem Krankenhausaufenthalt führt? Und wussten Sie, dass die Herzschwäche unbehandelt eine sehr schlechte Prognose hat, zu vergleichen mit einer bösartigen Krebserkrankung?

Bei einer Herzschwäche hat das Herz nicht genügend Kraft, ausreichend Blut in den Kreislauf zu pumpen. Häufige Ursachen sind zu hoher Blutdruck oder ein durch einen Herzinfarkt geschädigtes Herz. Die Behandlung der Ursache Ihrer Herzschwäche sowie die medikamentöse Therapie stehen an erster Stelle. So können Sie häufige Krankenhausaufenthalte verhindern, Ihre Lebensqualität steigern und letztlich auch das Überleben.

Chefarzt Dr. Kara arbeitete viele Jahre in einer Universitätsklinik mit einer eigenen Abteilung speziell für diese Erkrankung. Diese Erfahrung kommt den Patienten am Mops zugute.

Nur gemeinsam können Patient und Arzt langfristig Ihre Lebensqualität steigern und Ihr Herz möglichst gesund erhalten. Das Team der Kardiologie hilft Ihnen mit modernsten Behandlungsmethoden. Aber auch Sie als Patient tragen Verantwortung für Ihre Gesundheit: Ein gesundes Gewicht, regelmäßige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind wichtige Bausteine für ein gesundes Herz. Dabei unterstützen wir Sie. In unserem Therapiezentrum bieten wir Gesundheit- und Reha-Sport an, der zum großen Teil von den Krankenkassen refinanziert wird. Psychologische Begleitung ist durch unsere Abteilung für Psychosomatik möglich. Bei krankhaftem Übergewicht steht Ihnen unser Adipositas-Zentrum mit medizinischer Hilfe, Ernährungsberatung, Selbsthilfegruppen und Sportangeboten zur Verfügung.


Leistungsspektrum / Information für Ärzte


Zu unserem Diagnostik- und Behandlungsspektrum gehören alle Bereiche der Herz- Kreislauftherapie einschließlich der koronaren Herzkrankheit, Herzrhytmusstörungen, Herzinsuffizienz, Herzklappenerkrankungen, Aortenerkrankungen, Notfall- und Intensivmedizin.

  • Ruhe-EKG (12 Kanäle)
  • Langzeit-EKG von 24 Stunden bis 7 Tagen
  • Belastungs-EKG
  • Spiroergometrie
  • Langzeit-Blutdruck-Messung über 24 Stunden
  • Transthorakale Echokardiographie in 2D-, 3D- und 4D-Darstellung
  • Transösophageale Echokardiographie
  • Doppler- und Duplexsonographie der peripheren Arterien und Venen
  • Kipptischuntersuchung
  • Herzschrittmacher- und Defibrillatorkontrollen, CRT und Eventrecorderkontrolle
  • Koronarangiographie mit FFR-Messung und intravaskulärem Ultraschall (IVUS)
  • Links- und Rechtsherzkatheter-Untersuchung zur Abklärung von Brustschmerzen, Luftnot, Herzklappenerkrankungen und Herzfehlern
  • Herzmuskel-Biospie
  • Perikarderguss-Punktion
  • Ballon-Dilatation und Stent-Implantation in Herzkrankgefäßen
  • Spezielle Katheter-Technik zur Wiedereröffnung von verschlossenen Herzkranzgefäßen
  • Kathetergestützter Vorhof-Verschluss 
  • Externe Elektrokardioversion
  • Elekrtophysiologie und Ablationstherapie (in Kooperation mit der Uniklinik Bochum)
  • Schrittmacherdiagnostik und -therapie (1-, 2-, 3-Kammerschrittmacher)
  • Ereignisrecorder-Implantation bei unklaren Herzrhythmusstörungen (Event Recorder Implantation)
  • Implantation und Überwachung von internen Defibrillatoren (Konventionelle und subkutane ICD-Implantationen)
  • Schrittmacher-Therapie bei bestimmten Patienten mit Hermuskelschwäche (CRT-Implantation)
  • Revisionseingriffe bei Dysfunktion, Infektion oder Perforation von Schrittmacher- oder Defibrillator-Sonden