Im OP

Erfahren Sie alles rund um Ihre Operation.

Die sorgfältige Beurteilung des Gesundheitszustandes vor der Operation und die nachfolgende Planung und Vorbereitung der Anästhesie sind für deren Gelingen wichtig.

Die Tätigkeit der Anästhesisten beginnt daher nicht erst am OP-Tag, sondern die Patienten und Patientinnen werden bereits in der Prämediktionssprechstunde vom Anästhesisten gesehen. Das kann von einem bis zu 14 Tage vor der OP geschehen.

In diesem Vorgespräch wird das geeignete Anästhesieverfahren festgelegt. Dabei berücksichtigen wir

  • die persönlichen Wünsche des Patienten,
  • Vorerkrankungen und
  • besondere Anforderungen an die Anästhesietechnik, die sich aus der Art der Operation ergeben.

Ergänzende medizinische Untersuchungen und das Einholen von bereits erhobenen wichtigen Befunden werden zu diesem Zeitpunkt durchgeführt. Deshalb ist es auch wichtig, dass der Patient wichtige Befunde mit ins Krankenhaus bringt. So kann eine Verzögerung der OP und eine Doppeluntersuchung unterbleiben.

Auf Wunsch wird dem Patienten abends vor der OP ein Schlafmittel verabreicht, so dass dieser auf jeden Fall ‚ausgeruht’ für die OP ist. Am OP-Tag selbst erhält der Patient eine halbe Stunde vor Einschleusung in den OP-Bereich ein Beruhigungsmittel und, falls nötig, auch schon Schmerzmittel.

Nach Einschleusung in den OP-Bereich wird der Patient im ‚Einleitungsraum’ von dem Anästhesieteam empfangen und nach Überprüfung, ob auch der richtige Patient im richtigen OP-Saal liegt, wird mit den Vorbereitungen zur Narkose begonnen. Patientensicherheit wird bei uns gelebt.

Nach Einleitung der Anästhesie ist der Patient bereit zur OP. Er schläft so tief wie nötig oder die Teilbetäubung der zu operierenden Körperregion ist eingetreten. Während dieser ganzen Zeit werden die lebenswichtigen Körperfunktionen über verschiedene Monitore überwacht. Standard sind kontinuierliche

  • Überwachung des EKGs
  • Überwachung der Sauerstoffsättigung
  • Blutdruckmessung
  • Relaxometrie - das heißt, Überprüfung der Narkosetiefe.

Je nach Vorerkrankungen des Patienten und Narkoseart ist das Monitoring noch erweitert.

Die Angst vor Wachheit während laufender OP ist für viele Patienten ein Thema. Eine kontinuierliche Messung der Gehirnströme gibt dem Anästhesisten darüber Auskunft, wie ‚tief’ der Patient schläft.

Die Entlassung aus dem Aufwachraum erfolgt, wenn der Patient schmerz-und beschwerdefrei, atem- und kreislaufstabil ist. Bei Teilnarkose muss der Patient die betäubte Extremität wieder in gewissen Maßen bewegen können. Pumpen, die die Patienten mit Schmerzmitteln versorgen, werden im Aufwachraum angeschlossen.

Die Betreuung von Kindern läuft ähnlich ab. Jedoch dürfen die Eltern die Kinder bis zur Einschleusung begleiten. Nach dem Eingriff darf ein Elternteil das Kind im Aufwachraum gemeinsam mit dem Pflegepersonal betreuen.