Qualitätssiegel

Unsere Qualitätssiegel.

Das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe freut sich über seine Qualitätssiegel. Sie finden im Folgenden eine Erläuterung dieser.

Unsere Chirurgische Klinik B erhielt von der Deutschen Herniengesellschaft das Siegel "Qualitätsgesicherte Hernien-Chirurgie".

Dieses Siegel wird nur den Kliniken verliehen, die in besonderem Maße Qualitätssicherung bei der Therapie von Bauchwandbrüchen betreiben. Grundlage für die Auszeichnung ist die freiwillige Teilnahme an einer deutschlandweiten Studie, in der die Ergebnisse aller Hernienpatienten des Hasper Krankenhauses nach zwei Wochen und einem Jahr kontrolliert wurden.

Nur, wenn wir unsere Qualität überprüfen, können wir unsere Behandlung verbessern. Für Patienten unterstreicht dieses Siegel den hohen Stellenwert und die herausragende Qualität der laparoskopischen Chirurgie in unserem Krankenhaus.

Bei laparoskopischen Eingriffen werden spezielle optische Instrumente durch kleine Schnitte in die Bauchhöhle eingeführt. Die Bauchhöhle und die darin liegenden Organe können dadurch unter Sicht operiert werden. Leisten-, Nabel- und Narbenbrüche sind die am häufigsten durchgeführten allgemeinchirurgischen Eingriffe. Einen Bruch bekommen nicht nur ältere oder untrainierte Menschen. Auch ein Waschbrettbauch kann einen Bruch bekommen.

Jährlich werden im Evangelischen Krankenhaus Haspe rund 350 Hernien operativ versorgt.

Rund jede dritte der jährlich 600.000 Krankenhaus-Infektionen in Deutschland könnte verhindert werden, sagen Experten. Im Kampf gegen Krankenhauskeime wurde das Evangelische Krankenhaus Hagen-Haspe jetzt mit dem MRSA-Qualitätssiegel des MRE Netzwerkes Nordwest ausgezeichnet

„Wir wollen unsere Patienten bestmöglich vor Krankheitserregern schützen, denen sie im Krankenhaus ausgesetzt sind“, erklärt Pflegedienstleiter Christoph Fedder. „Die Auszeichnung mit dem MRSA-Qualitätssiegel ist ein wichtiger Baustein unseres Hygienekonzeptes.“ Gemeinsam mit vier von fünf anderen Krankenhäusern in Hagen und mit der Unterstützung von Frau Dr. med. Sommer und Herrn Böhm vom Amt für Gesundheit und Verbraucherschutz der Stadt Hagen ist das Krankenhaus am Mops Mitglied im MRE Netzwerk Nordwest geworden. Ziel ist es, Infektionen mit Antibiotika-resistenten Keimen einzudämmen. Das Netzwerk wird vom Bundesministerium für Gesundheit und der Universität Münster gefördert.

Um das Qualitätssiegel zu erhalten, muss das Hasper Krankenhaus 10 Qualitätsziele erreichen und erhalten. Dazu gehört z.B. die Schulung von Mitarbeitern, Erkennen von typischen MRSA-Risikopatienten, Übung von Risikofaktoren, Standards für die Durchführung von MRSA-Untersuchungen, Austausch mit anderen Experten im Netzwerk und die Weiterbehandlung von MRSA Patienten nach der Krankenhausentlassung. Die Einhaltung der Qualitätsziele wird parallel vom Gesundheitsamt Hagen, dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG) und vom Institut für Hygiene des Universitätsklinikums Münster bewertet. Das Qualitätssiegel wird für einen Zeitraum von 2 Jahren vergeben.

Im Evangelischen Krankenhaus Hagen-Haspe ist man sich dieser besonderen Verantwortung bewusst. So wie es das Gesetz vorschreibt wacht ein ganzes Team zur Patientensicherheit über die hohen Hygienestandards: Jörn Hasenclever ist freigestellter Fachkrankenpfleger und koordiniert die Maßnahmen im Haus. Dr. Susanne Weiß, Oberärztin der Medizinischen Klinik, ist hygienebeauftragte Ärztin. Zusätzlich gibt es in jeder Abteilung einen hygienebeauftragten Arzt sowie eine speziell beauftragte Pflegefachkraft. „Hinzu kommt die regelmäßige Schulung aller Mitarbeitenden“, berichtet Dr. Harald Hoselmann, der als Ärztlicher Leiter die Gesamtverantwortung für die Hygiene trägt. „Wir freuen uns über die Auszeichnung und werden kontinuierlich für die Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten arbeiten.

Info MRSA:

Insbesondere ein Erreger gerät im Zusammenhang mit Krankenhäusern immer wieder in die Diskussion: „MRSA“. Der „Methicillinresitente-Staphylococcus-Aureus“ ist ein Bakterium, das bei rund 30 Prozent der Menschen auf der Haut und den Schleimhäuten vorkommt. Dort verbleibt der Bakterienstamm völlig unbemerkt. Aber: Wenn der Erreger in den Organismus gelangt, kann er Erkrankungen hervorrufen. Die Behandlung ist schwierig, weil ein Teil der Staphylokokken im Lauf der letzten 40 Jahre eine Unempfindlichkeit gegenüber fast allen Antibiotika entwickelt hat. Besonders häufig betroffen sind Menschen, deren Immunsystem bereits durch chronische Erkrankungen angeschlagen ist.