Von der Patientin zur Grünen Dame

Wie ich mit bleichem Gesicht als ängstliche Mutter das Mops betrat und mittlerweile in "grünem Kittel" und aufmunterndem Lächeln durch die Zimmer rausche.

Als ich das erste mal vom Mops hörte, so ca vor 10 Jahren, musste ich lachen: Was für eine Name....
Ich war nach Gevelsberg gezogen und wer Kinder hat, die gerne experimentieren oder meistens am Wochenende irgendwelche Wehwehchen haben, weiß, dass man immer Willkommen ist im Mops... Sogar nachts haben meine Haudegen mich oft veranlasst, ins Mops zu fahren. Jetzt muss ich dazu sagen, dass wenn es um die Kinder geht, ich zum Doc renne, doch ich selbst hatte panische Ängste vor den weißen Kitteln.

Es kam was kommen musste: Dass ich nun auch mal im Mops landete. Ich wäre fast gestorben vor Angst. Zudem musste ich dann noch mehrmals mal in den Op, den Dr. Kuszka übernommen hatte, der mir so ziemlich alle Ängste nahm.

Ich habe noch nie einen Arzt gesehen, der vor Freude aufspringt wenn etwas heilt...woraufhin ich fast lachend vom Stuhl gefallen wäre. Oder all die anderen von den Schwesternschülerinnen bis zum Hausmeister oder Maler, die immer ein nettes Wort haben, immer freundlich sind und immer ein "Hallo, wie gehts?" über haben, fast immer Lachen, oder ein offenes Ohr haben. Mittlerweile mag ich die Menschen dort. Alle geben ihr bestes. Es hatte mich animiert als Grüne Dame -solange ich keine Arbeit habe- etwas von dem zurück zu geben, was ich erfahren habe.

Bald ist es ein Jahr her, dass ich dort als grüne Dame mit netten Kolleginnen, etwas helfe. Schon morgens bekommt man an der Pforte ein Lächeln geschenkt; so kann der Tag gut anfangen. Wenn ich auf die Stationen komme, sind die Schwestern / Pfleger so lieb und fröhlich und hilfsbereit,dass ich immer lächelnd nach Hause gehe. Schön,dass es mir auch ein Gefühl gibt, etwas Sinnvolles getan zu haben, wenn ich zuhause ankomme. Ich hoffe für das Mops ,dass es nochmal 125 Jahre schafft.

Vieles sieht man als selbstverständlich an, doch das ist es nicht. Ich fühle mich dort wohl, ob als grüne Dame oder als Patientin, denn man bekommt zwar nur wenig mit, aber wenn man sieht wie sich alle bemühen und Hand in Hand arbeiten, freut einen das sehr!

Ich wünsche dem Mops alles Gute und dass es so weiter geht. Ich noch lange dort als grüne Dame helfen kann, wenn es eine zukünftige Arbeitsstelle erlaubt. Ich würde mich sehr freuen, denn ich mache es gerne und es hat mir auch viel gegeben.

In diesem Sinne "Auf schöne weitere 125 Jahre Mops!". Alles Liebe,
eure grüne Dame Manuela W.